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Wer sind die Wirtschaftsjunioren?

>> Die Wirtschaftsjunioren Deutschland bilden mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband junger Unternehmer und Führungskräfte.

>> Sie tragen die Verantwortung für rund 300.000 Arbeitsplätze, 35.000 Ausbildungsplätze und mehr als 120 Milliarden Euro Umsatz.

>> Gegründet wurden die Wirtschaftsjunioren Deutschland 1954. Seit 1958 sind sie Mitglied der Junior Chamber International (JCI), des 1944 gegründeten Weltverbandes der Wirtschaftsjunioren mit heute rund 200.000 Mitgliedern in mehr als 100 Nationalverbänden und über 5.000 Städten oder Kreisen.

>> Die Wirtschaftsjunioren Deutschland sind in 11 Landesverbänden, die alle Bundesländer abdecken, sowie 210 Kreisverbänden organisiert. Die Geschäftsführung liegt im Allgemeinen bei den örtlichen Industrie- und Handelskammern (IHKs). Die Bundesgeschäftsführung ist beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin angesiedelt.

>> Rund 60 Prozent der Wirtschaftsjunioren sind Selbständige und Freiberufler, rund 40 Prozent Angestellte. Knapp 60 Prozent der Wirtschaftsjunioren-Unternehmen sind Personenunternehmen, 40 Prozent Kapitalgesellschaften. Von den Angestellten gehören rund ein Drittel zum oberen und mehr als die Hälfte zum mittleren Management.

>> Rund 65 Prozent der Wirtschaftsjunioren-Unternehmen sind länger als fünf Jahre am Markt. Gut 60 Prozent gehören den Dienstleistungs-Branchen an, 20 Prozent der Industrie und 12 Prozent dem Handel.

>> 80 Prozent der Wirtschaftsjunioren sind Männer, 20 Prozent Frauen.

>> Rund zwei Drittel der Wirtschaftsjunioren verfügen über eine Hochschul- und, bei Überschneidungen, fast 90 Prozent über eine berufliche Ausbildung.

>> Die meisten Wirtschaftsjunioren sind im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. Oberhalb der Altersgrenze von 40 Jahren haben sie die Möglichkeit, als Fördermitglied den Kontakt zum Verband zu halten. Lediglich mit der Würde eines „Senators“ der JCI ist das Recht auf lebenslange Mitgliedschaft verbunden.

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In welchen Projekten engagieren sich die Wirtschaftsjunioren?

Förderpreis „Zivil“
Die Wirtschaftsjunioren prämieren mittelständische Unternehmen, die ihrer gesellschaftlichen Verantwortung vorbildlich gerecht werden.

Fit for job
Die Wirtschaftsjunioren prämieren allgemeinbildende Schulen für die herausragende Berufsvorbereitung ihrer Schülerinnen und Schüler.

Wirtschaftswissen im Wettbewerb
Die Wirtschaftsjunioren veranstalten ein Wirtschafts-Quiz für rund 40.000 Schüler und Schülerinnen.

Schule professionell
Die Wirtschaftsjunioren gehen in die Schulen, heben Schüler für einige Tage auf den Chefsessel und informieren Lehrer über die Bildungsanforderungen der Wirtschaft.

Ausbildung-Ass
Die Wirtschaftsjunioren prämieren Unternehmen und Initiativen für ihr außerordentliches Engagement in der Berufsbildung.

Bevölkerungsbefragung
Die Wirtschaftsjunioren organisieren eine der bundesweit größten Straßenbefragungen zur Lage der Nation.

Unternehmensplanspiel Existenzgründung
Die Wirtschaftsjunioren trainieren die Optimierung und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

Know-how-Transfer
Die Wirtschaftsjunioren organisieren regelmäßig den persönlichen Informationsaustausch zwischen Parlamenten und junger Wirtschaft.

Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsjuniorenarbeit liegt auf dem Themenfeld Existenzgründung/ -sicherung

Die deutsche Gründerkultur dümpelt international im Mittelfeld. Die Wirtschaftsjunioren bürgen für die Zukunftsfähigkeit des Innovationsstandortes – mit frischen Ideen, Kompetenz und Leidenschaft.

Das Bundesressort Existenzgründung/ -sicherung, und in seinem Fahrwasser viele Landesressorts und Arbeitskreise in den Kreisen, leisten eine engagierte Aufklärungs- und Informationsarbeit für Mitglieder der Wirtschaftsjunioren und andere interessierte Unternehmer. Auch 2006 hat sich die Kooperation mit zahlreichen Partnern wie der KfW Bankengruppe, dem DIHK oder der Creditreform Rating AG ausgezahlt. Auf dem Portal wjd-mittelstandsfinanzierung.de sind die beeindruckende Zahl und die inhaltliche Gewichtung der hochkarätigen Veranstaltungen abzulesen. Viele Veranstaltungen zur Mittelstandsfinanzierung entsprangen einer Kooperation des Bundesressorts mit den Kreisen, die mit großem Engagement und inspirierender Kreativität zu den hervorragenden Ergebnissen der Informationsveranstaltungen beitrugen. Die überragenden Teilnehmerzahlen sind der beste Indikator dafür, dass das Angebot bei den Teilnehmern ankommt und die Wirtschaftsjunioren einen nach Informationen dürstenden Markt bedienen.

Mehr als 1.100 Besucher aus Mainz und dem Rhein-Main-Gebiet informierten sich auf der Existenzgründermesse „Ignition 06“ der Wirtschaftsjunioren Mainz über Themen, Dienstleistungen und Produkte für Existenzgründer. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering würdigte den Denkansatz der Wirtschaftsjunioren, eine Existenzgründung nicht allein mit „Einsatz und Arbeit“, sondern auch mit „Freude und Befriedigung“ zu verbinden.

In Kooperation mit dem „Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg“ haben die Wirtschaftsjunioren Berlin einen Sonderpreis an die „Hiwave GbR“ vergeben, ein Start-Up-Unternehmen, das mobile Marketinglösungen vertreibt. Die Wirtschaftsjunioren-Jury erkennt in der Geschäftsidee ein nachhaltiges Konzept mit internationalem Wachstumspotential. Der Preis: eine einjährige Gast-Mitgliedschaft und ein auf 100 Stunden angelegtes Coaching.

Die Wirtschaftsjunioren Magdeburg haben sich bei einem Workshop im Interaktionszentrum Entrepreneurship der Universität über Strategien für erfolgreiche Finanzierungsgespräche informiert. Firmenkundenbetreuer Ingo Schmidt riet zur Kooperation: „Banker haben nicht das technische Fachwissen, um eine Idee zu verstehen. Gründer nicht das Bankfachwissen, um beim ersten Wurf zu punkten. Helfen Sie sich gegenseitig!“

Die Wirtschaftsjunioren Freiburg haben auf dem Gründertag in der Messehalle das Unternehmen „Atrics“ mit einem Gründerpreis ausgezeichnet. „Atrics“ bietet Beratungs- und Softwarelösungen für den Luftverkehr an und verkörpert die „Glanzseite des Gründerbooms in der Region“, so die Wirtschaftsjunioren-Jury. Der ideelle Preis wird alle zwei Jahre vergeben.

Mit den Wirtschaftsjunioren Osnabrück bietet ein weiterer WJ-Kreis den „Rütteltest“ für Existenzgründer an. Bei dem mehrfach ausgezeichneten Konzept testet eine Junioren-Jury Gründungswillige und ihre Geschäftsideen auf Herz und Nieren. Nach dem „Rütteln“ stehen die Junioren den potenziellen Unternehmern mit Rat und Tat zur Seite und bieten Patenschaften für die weitere Gründungsphase an.

Die Wirtschaftsjunioren Hamburg haben im Rahmen ihres Wettbewerbs „GründerCheck“ zum zweiten Mal den Gründerpreis vergeben. Von den 20 Bewerbern konnte sich letztlich Inga Thomas mit ihrer „Veganen Schuhmanufaktur“ den ersten Platz sichern. Alle teilnehmenden Existenzgründer erhielten bei der Präsentation ihrer Geschäftskonzepte vor einer fachkundigen Jury ein wertvolles Feedback. Die Hamburger Junioren werden den Gründer-Check 2006 erneut anbieten.

In Kooperation mit der SRH-Gruppe haben die Wirtschaftsjunioren Heidelberg und Mannheim-Ludwigshafen Jürgen Fitschen von der Deutschen Bank zum Vortrag in die Fachhochschule Heidelberg eingeladen. Thema: „Deutscher Mittelstand – Herausforderungen in einer globalisierten Welt“. Fazit: Insgesamt sei der deutsche Mittelstand gut gerüstet für den globalen Wettbewerb und könne optimistisch in die Zukunft blicken, so Fitschen, Mitglied des Group Executive Committee der Deutsche Bank AG.

Die Wirtschaftsjunioren Augsburg haben im Rahmen des „6. Business Plan Wettbewerb Schwaben“ wieder innovative Geschäftsideen ausgezeichnet. Von den 24 Wettbewerbern konnte sich das Team „Sun Machine“ mit seinem Business-Plan für den Bau und Betrieb von Mini-Blockheizkraftwerken den ersten Platz sichern. Alle Teilnehmer erhielten von einer fachkundigen Jury wertvolles Feedback für Ihre Geschäftsideen.

Im Umfeld der zweiten Rendsburger Gründertage haben die Wirtschaftsjunioren eine Visitenkarten-Party organisiert. In lockerer Feierabendatmosphäre knüpften 170 Junioren, Gründer und Interessenten neue Kontakte und Geschäftsbeziehungen. Ein Highlight waren die Erfahrungsberichte dreier Existenzgründer, die aus dem „Nähkästchen“ plauderten.